Am kommenden Sonntag erwartet die Hockey-Teams von Eintracht Frankfurt ein Heimspieltag mit zwei richtungsweisenden Partien. Um 12 Uhr treten die Damen in der Oberliga gegen den VfL Marburg an, bevor die Herren um 14 Uhr den TFC Ludwigshafen empfangen. Die Ausgangslagen könnten dabei kaum unterschiedlicher sein: Während die Damen souverän die Tabelle anführen und sich auf die Relegation vorbereiten, kämpfen die Herren um das sportliche Überleben in der 2. Regionalliga Süd.
Spitzenreiterinnen im Aufstiegsmodus
Mit 27 Punkten aus zehn Spielen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 29:7 führen die Adlerträgerinnen die Oberliga Hessen deutlich an. Der kommende Gegner, der VfL Marburg, rangiert mit neun Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz – die Favoritenrolle ist demnach klar verteilt.
Wir wollen mehr klare Torchancen oder kurze Ecken herausspielen
Nina Lemmen, sportliche Leiterin
„Wir richten den Blick schon Richtung Relegation“, sagt Nina Lemmen, die sportliche Leiterin. In den verbleibenden Saisonspielen geht es daher nicht nur um Punkte, sondern vor allem um die Weiterentwicklung der geplanten Inhalte. Dazu gehöre zum einen ein klarer Spielaufbau, aber auch die Geduld, den Ball laufen zu lassen und entsprechend lückenfrei zu spielen, um, wie man im Hockey sagt, „eine Seite zu überlagern und dann über diese Seite nach vorne zu spielen“. Auch im gegnerischen Schusskreis soll mehr Konsequenz gezeigt werden: „Wir wollen mehr klare Torchancen oder kurze Ecken herausspielen“, erklärt Nina Lemmen.
Für die Eintracht-Damen ist das Heimspiel gegen Marburg eine weitere Gelegenheit, sich optimal auf die entscheidenden Relegationsduelle vorzubereiten.
Herren unter Zugzwang
Für die Herren steht dagegen deutlich mehr auf dem Spiel. Mit nur drei Punkten und einem Torverhältnis von 23:45 belegen sie aktuell den achten Tabellenplatz in der 2. Regionalliga Süd West. Am Sonntag empfangen sie mit dem TFC Ludwigshafen jedoch keinen direkten Abstiegskonkurrenten, sondern den aktuellen Tabellenvierten, der mit 13 Punkten im Mittelfeld steht.
Manchmal geht man erst zwei Schritte zurück, bevor man wieder vorwärtskommt
Jörg Brettschneider, Spielertrainer
Die Ausgangslage für die Frankfurter ist damit klar: „Wir sind zum Siegen verdammt“. Von den nächsten fünf Spielen müssen wir vier gewinnen, sonst heißt es nächstes Jahr Oberliga“, betont Spielertrainer Jörg Brettschneider. Der bisherige Saisonverlauf ist jedoch geprägt von einem Umbruch: Verletzungen, viele junge Spieler aus der zweiten Mannschaft und ein bewusster Generationenwechsel sorgen für Herausforderungen, die aber langfristig Früchte tragen sollen. „So ein Prozess dauert und manchmal geht man erst zwei Schritte zurück, bevor man wieder vorwärtskommt“, so Spielertrainer Jörg Brettschneider.
Trotz der Favoritenrolle der Gäste wollen die Adlerträger alles in die Waagschale werfen. Im Hinspiel verlor man nur knapp mit 2:3 – nun soll mit Heimvorteil am Riederwald die Wende gelingen.
Alle Infos im Überblick:
- Damen I vs. VfL Marburg
- Oberliga
- Sonntag, 25. Mai
- 12 Uhr
- Hockeyfeld Riederwald
Alle Infos im Überblick:
- Herren vs. TFC Ludwigshafen
- Regionalliga Süd
- Sonntag, 25. Mai
- 14 Uhr
- Hockeyfeld Riederwald